Fragen und Antworten (FAQs)

Was ist die dominant vererbte Alzheimer-Krankheit?

Die dominant vererbte Alzheimer-Erkrankung wird durch seltene vererbte Genmutationen verursacht. Menschen, die eine solche Mutation tragen, erkranken nicht nur selbst vor dem 60. Lebensjahr an Alzheimer, sondern geben das Gen auch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an jedes ihrer Kinder weiter (hier finden Sie weitere Informationen zu Gentests). Wenn die Alzheimer-Krankheit durch eine Genmutation ausgelöst wird,erkrankt etwa die Hälfte der Familienmitglieder an Alzheimer, bevor sie 60 Jahre alt sind.


Warum sind DIAN und die Studienteilnahme so wichtig?

Die dominant vererbte Alzheimer-Erkrankung, diagnostizierbar durch einen Gentest, entwickelt sich nach einem Muster, das dem der viel besser vertrauten Krankheitsform mit spätem Beginn stark ähnelt. Die genaue Beobachtung der komplexen, ineinander verwobenen biologischen Veränderungen, die Mutationsträger lange vor den ersten Krankheitserscheinungen entwickeln, wird den Wissenschaftlern Einsichten von unschätzbarem Wert dazu liefern, wie und warum sich die Krankheit entwickelt. Diese Erkenntnisse können dann mit der weit häufigeren Form mit spätem Krankheitsbeginn (auch bekannt als „sporadische“ Alzheimer-Krankheit, da in der Regel ohne erkennbaren familiären Hintergrund) verglichen und auf sie übertragen werden.

Für umfassende Forschungsstudien und aussagekräftige Vergleichsdaten werden sehr viele geeignete Studienteilnehmer benötigt, sowohl solche, die das mutierte Gen tragen, als auch solche, die es nicht tragen (hier finden Sie weitere Informationen zu Gentests).


Was ist Ziel der Studie?

Bisherige Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass es bereits Jahre vor dem Auftreten von Alzheimer-Symptomen zu bestimmten Gehirnveränderungen kommt. Ein Ziel von DIAN ist es, solche Veränderungen bei Menschen, die eine für Alzheimer verantwortliche Genmutation tragen, zu untersuchen. Familienmitglieder, die die Mutation nicht tragen, dienen als Vergleichsgruppe. Ein weiteres Ziel von DIAN besteht im Aufbau einer Forschungsdatenbank und einer Gewebesammlung um Alzheimer-Forscher auf der ganzen Welt bei ihrer Arbeit zu unterstützen.


Wie wird DIAN dieses Ziel erreichen?

Um körperliche oder geistige Veränderungen auszumachen, in denen sich Menschen mit Alzheimer-Mutation von denen unterscheiden, die die Mutation nicht geerbt haben, wird DIAN Personen erfassen, die aus Familien stammen, in denen die Mutation nachgewiesen wurde. Eine Liste der Untersuchungen, die zu einer Teilnahme an DIAN gehören, finden Sie HIER. Die Teilnehmer werden diese Untersuchungsabfolge einmal zu Studienbeginn durchlaufen sowie in der Folge alle ein bis drei Jahre. Der Abstand der Folgeuntersuchungen hängt vom Alter des Teilnehmers ab und davon, in welchem Alter bei anderen Familienmitgliedern erste Alzheimer-Symptome aufgetreten sind. Falls Sie weitere Informationen wünschen, zögern Sie bitte nicht, einen der DIAN-Standorte zu kontaktieren.